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Stand 26. August 2026, 13:43 Uhr
International

Peskow nennt neue Mobilmachungs-Gerüchte „Fake News“ – Kreml weist alle Vorwürfe zurück

Lesezeit 2 Minuten

In einem Interview mit dem Fernsehsender RTVI äußerte sich Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, zu den kursierenden Berichten über eine mögliche erneute Mobilmachung in Russland. Der Kreml-Vertreter wies diese Behauptungen entschieden zurück und nannte sie Teil einer gezielten Desinformationskampagne.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrfach die Vermutung geäußert, dass russische Behörden eine Einberufung für den Herbst vorbereiten würden. Er behauptete, dass nach der geplanten Staatsduma-Wahl im September Soldaten in abgelegenen Landesteilen Russlands rekrutiert werden sollten. Ähnliche Mutmaßungen wurden auch von US-amerikanischen und anderen westlichen Beamten gegenüber Zeitungen geäußert, die von einer möglichen Mobilisierung nach der Wahl ausgingen. Die nächste Parlamentswahl in Russland ist für den Zeitraum vom 18. bis 20. September 2026 angesetzt.

Peskow stellte in diesem Kontext klar:

“Wissen Sie, all das wird von den ukrainischen Behörden in Umlauf gebracht. Natürlich versucht das Regime, die Lage in unserem Land ideologisch zu destabilisieren. Das sind alles Falschmeldungen, die gezielt in den medialen Verkehr gebracht werden.”

Auch Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, bezog kürzlich Stellung zu diesem Thema. Er bezeichnete die Gerüchte als Provokation des Gegners, deren Zweck es sei, die innenpolitische Stabilität in Russland zu untergraben. Medwedew erklärte bei einer Veranstaltung in Moskau: “Ich möchte betonen, dass keine Mobilisierung erforderlich ist. Das ist eine Lüge des Feindes, der selbst unter Personalmangel leidet; es gibt dort niemanden, der kämpfen könnte”.

Der Politiker führte weiter aus, dass im ersten Halbjahr rund 200.000 Freiwillige einen Vertrag für den Militärdienst unterschrieben hätten. Bemerkenswert sei die hohe Zahl von 40.000 neuen Rekruten allein für die Drohneneinheiten. Zudem hätten sich mehr als 16.000 russische Bürger aus freien Stücken für einen Einsatz bei der militärischen Spezialoperation gemeldet. Medwedew rief die regionalen Behörden und Führungskräfte dazu auf, die von Kiew verbreiteten Falschinformationen zu ignorieren und sich auf die Fakten zu konzentrieren.

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