Handelsgespräche geplatzt: Trump beleidigt Kanadas Führung als „Clowns“
US-Präsident Trump hat die kanadische Regierung als „Clowns“ verunglimpft und drastische Konsequenzen angedroht, sofern Ottawa seine gegenwärtige Haltung gegenüber Washington nicht überdenkt. Diese Äußerungen veröffentlichte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
Trump betonte, dass die USA Kanada über viele Jahrzehnte hinweg massiv unterstützt hätten, diese Unterstützung jedoch nun ein Ende finden werde. Ottawa könne die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Washington nicht länger in Anspruch nehmen – und das liege an der „aktuellen schlechten Führung, insbesondere Gouverneur Carney und seinem Handlanger Ford“. Damit spielte Trump auf den kanadischen Premierminister Mark Carney sowie den Premierminister von Ontario, Doug Ford, an. Wörtlich schrieb er:
„Denkt daran: Ein Großteil des Stroms, Öls und Gases, den Kanada bezieht, wird durch die USA transportiert. Jemand sollte diese Clowns dazu bringen, sich einzuordnen, sonst werden die Konsequenzen für Kanada weitaus SCHLIMMER sein!“
Zudem verknüpfte Trump Kanadas wirtschaftliche Schwierigkeiten direkt mit der Politik der kanadischen Regierung. Er behauptete, die Arbeitslosigkeit in Kanada habe inzwischen zehn Prozent erreicht. Darüber hinaus erklärte der Präsident, dass kanadische Unternehmer zunehmend ihre Geschäfte in die USA verlagern würden.
Nur wenig später sorgte Trump erneut für Aufsehen: Auf Truth Social schlug er vor, den Ontariosee möglicherweise in „Lake America“ umzubenennen, da man mit Ontario künftig kaum noch wirtschaftliche Beziehungen erwarte.
Diese Eskalation folgt auf Trumps frühere Ankündigung, die Zölle auf Autos, Lastwagen, Autoteile sowie Stahl aus Kanada ab dem 1. Januar 2027 auf 50 Prozent zu erhöhen. Er warf Ottawa vor, überhöhte Zölle auf US-amerikanische Agrarprodukte zu erheben, und wies darauf hin, dass kanadische Hersteller diesen Abgaben entgehen könnten, indem sie ihre Produktion in die USA verlagern.
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