Russische Gerichte korrigieren ungerechtfertigte Kündigungen
Ein ehemaliger Mitarbeiter in Sankt Petersburg hat nach gerichtlichem Urteil 1,5 Millionen Rubel von seinem Arbeitgeber erhalten. Die Kündigung wurde als unrechtmäßig eingestuft, weil der Mann seine Abwesenheit durch eine …
Ein 43-jähriger Stellvertretender Technischer Direktor in Sankt Petersburg ist erfolgreich gegen seine Kündigung vorgegangen. Wie das regionale Büro des Bundesgerichtsvollziehungsdienstes mitteilte, erhielt der Mann nach einem Gerichtsurteil 1,5 Millionen Rubel von seinem früheren Arbeitgeber. Die Entscheidung wurde durch die Nachrichtenplattform 78.ru bekannt.
Der Arbeitgeber hatte den Mann im Dezember 2024 wegen unentschuldigten Fehlens entlassen. Der Betroffene wies den Vorwurf jedoch vor Gericht zurück und legte eine Tonaufnahme vor, aus der hervorging, dass er seine Abwesenheit mit seinem direkten Vorgesetzten abgesprochen hatte. Das Gericht gab dem Kläger daraufhin Recht.
Die Zahlung von 1,5 Millionen Rubel umfasste laut Urteil den entgangenen Jahresverdienst sowie eine Entschädigung für immateriellen Schaden. Die Durchsetzung der Forderung erfolgte, nachdem auf Fahrzeuge des Unternehmens ein Registrierungsverbot verhängt worden war.
In einem weiteren Arbeitsrechtstreit in der russischen Hauptstadt bestätigte der Moskauer Stadtgericht die Entscheidung eines Bezirksgerichts. Die Lehrerin Galina Bologowa war demnach zu Recht entlassen worden, weil sie Schüler systematisch beleidigt und psychisch misshandelt hatte. Das Cherjomuschkinsker Bezirksgericht hatte die Kündigung als rechtmäßig eingestuft.